Rezensionen in Auszügen:

Raphaela Kula in der FRANKFURTER RUNDSCHAU: „Zum aktuellen Stand der feministischen Debatte ist … ein ungewöhnlicher Band erschienen. Die Offenheit, mit der die hier versammelten Autorinnen ihr Thema angehen, lässt ihre Perspektiven und Positionen nachvollziehbar, allerdings auch angreifbar werden.“ … mehr

Christel Dormagen in KONKRET: „Aber, sagte ich, zufällig lese ich gerade ein feministisches Sachbuch, und das ist richtig gut: intelligent und sogar manchmal witzig.”

Christiane Leidinger in LESPRESS: „Drag-King-Shows erfreuen sich in den Metropolen großer Beliebtheit … Die einen finden das politisch subversiv oder einfach nur witzig, andere heben ratlos die Schultern und wieder andere schütteln verständnislos den Kopf. … Tiefe und keineswegs produktive Verunsicherung hat sich breit gemacht, seit sich in der Szene immer mehr Lesben z.B. als transgender oder transsexuell begreifen. … Hier setzt der von Claudia Koppert und Beate Selders herausgegebene Band mit dem schönen Titel an …

Aus einer Amazon-Kundenbewertung: „Wer sich mit den neuesten feministischen Theorien beschäftigt und bei der Lektüre von Judith Butler nicht nur ein Unbehagen der Geschlechter, sondern auch ein eigenes verspürt, dem sei dieses Buch dringend angeraten.“

Ingrid Straube in BEITRÄGE ZUR FEMINISTISCHEN THEORIE UND PRAXIS: „Das Verwirrspiel um den Begriff ‚Gender’ treiben die Autorinnen selbstbewusst und gekonnt auf die Spitze … Zur Klärung theoretischer und praktischer Widersprüche sei das Buch dringend ans ‚feministische’ Herz gelegt.“

Renate Rausch in UNI-FRAUEN: „Insgesamt handelt es sich bei den Beiträgen … um eine sehr anregende Auseinandersetzung mit Erfahrung und feministischer Theorie von Autorinnen, die sich nicht scheuen, teilweise auch polemisch, provozierende Positionen zu vertreten. Als Einführung in das weite Feld der Queer Theory und ihrer Komplexität sind dem Buch viele Leserinnen und Leser zu wünschen.“

DER STANDARD, Wien: „Das sehr spannend und gut geschriebene Buch … regt zum erweiterten Denken, Fragenstellen, Antwortensuchen und vor allem auch Diskutieren an.“

Hannelore Faulstich-Wieland in ZEITSCHRIFT FÜR FRAUENFORSCHUNG UND GESCHLECHTERSTUDIEN: „Alle Beiträge sind getragen von dem Versuch, sich intellektuell mit den theoretischen Entwicklungen auseinander zu setzen, dies aber zugleich mit einer politischen Praxis zu verbinden. Meine anfängliche Sorge, es handele sich möglicherweise um einen essentialistischen Ansatz, der larmoyant auf die verlorene Gemeinschaft verweist, war unbegründet.“

Claudia Pinl in www.frauensachbuch.de: „Der Untertitel des Bands mit dem Hinweis auf die ‚politisch-theoretische Selbstabschaffung von Frauen’ lässt vermuten, dass die Autorinnen hier aus differenz-feministischer Sicht die Bastion einer ‚natürlich’ vorgegebenen ‚Weiblichkeit’ zurückerobern wollen. So einfach machen sie es sich jedoch nicht. Vor allem Claudia Koppert argumentiert in ihren Beiträgen plausibel, dass die Herausbildung der Geschlechtsrollen der ‚Bedingung unserer Existenz, den unterschiedlichen Funktionen der Geschlechter bei der Fortpflanzung und der Tatsache, dass wir alle von Frauen geboren wurden, geschuldet sind.“

Ulrike Grammann bei FRAUENNEWS: „Betroffen, frustriert und dekonstruiert. Oder: Gibt es noch Frauen?“ mehr

Birge Krondorfer in WEIBERDIWAN: Rettung der Frau durch die Frau
Der feministische Dekonstruktivismus begnügt sich nicht damit, die Polarisierung und Hierarchisierung der Geschlechter anzugreifen. Die Frau als Kategorie soll im Sprachgebrauch fragwürdig werden, soll verschwinden, untergehen, sich auflösen. „Wir sehen darin einen theoretisch verbrämten Wunsch nach Selbstabschaffung, dem auf der Seite von Männern nichts Vergleichbares gegenübersteht.” Jede Ideologie kippt, wenn sie den Horizont überschritten hat, d.h. ihre eigenen Implikationen nicht einbegreift. Man kann nicht alte Mythen mit neuen schlagen, also Grunderfahrungen der menschlichen Existenz in Ab-Rede stellen. Davon handelt diese Beitragssammlung, welche kritische bis hin zu ironischen (Re)Positionierungen gegen die Frage ,Was, bitte, ist eine Frau?´ formuliert. Es ist die fällige, wenn auch nicht immer gefällige, da Fürs und Widers darstellende, Einsicht, dass alte und neue politische Korrektheitsphantasien des (Post)Feminismus die Lage – die der Frauen im neoliberalistischen Westen, sowie dessen Sicht auf die Geschlechter(un)ordnung – verdecken. Das wesentliche Anliegen ist es, die gesellschaftlichen Bedingungen und die psychischen Dispositionen des Sogs der Trans/Genderdebatten zu eruieren – dazu aufschlussreich ist die faire, d.h. Widersprüche zulassende Miteinbeziehung von Autorinnen, die in den 90ern ,feministisiert’ wurden, sowie Perspektiven der Migration in/auf die Debatten. Der Butlerismus ist – omen non nomen est – der Geschlechterfrage nicht dienlich, wenn die neue Befreiung in apolitische Einsamkeit führt, die, so eine These, als idiotischer Effekt den frauenbewegten Saalschlachten zu verdanken ist. Es ist eine Lektüre zur Rettung der Frau durch die Frau. Durch wen sonst?

„Quo vadis dekonstruierte Geschlechterhierarchie?“ Link

Rezension im WEBWECKER – Link

Dekonstruiertes Herz